Mit Josef Baierleins "Unschuldig verurteilt" beginnen die "Gro auheimer Wurzeln", die neue Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Gro auheim. Was mit ihr beabsichtigt ist, stellt die Vorsitzende Sabine Laber-Szillat in ihrem Geleitwort dar. Baierleins vor hundert Jahren erschienene Erzählung, die in Gro auheim ganz in Vergessenheit geraten war, schildert auf spannende Weise eine Episode im Umkreis der Schlacht bei Hanau 1813. Es geht um einen Diebstahl durch einen Soldaten in der Gro auheimer St. Jakobuskirche und die in letzter Minute geglückte Bewahrung eines zu Unrecht angeklagten Kameraden vor der Exekution. Mit dem Verfasser der historischen Erzählung, dem oberpfälzischen Schriftsteller Josef Baierlein (1839- 1919), seinem Leben und seinen Heimat-, Abenteuer-, Jugend- und Unterhaltungsromanen und -erzählungen beschäftigt sich das Nachwort von Bertold Picard. Es widmet sich auch der Frage, wie sich in "Unschuldig verurteilt" die dichterische Erfindung zur geschichtlichen Wirklichkeit verhält.