Im Laufe der Zeit hat sich die LehrerInnenrolle entscheidend verändert - vom militärischen Modell der Disziplinierung früher bis hin zum Messen, Vergleichen und Standardisieren heute. Die Ergebnisse bleiben unbefriedigend. Die Wirtschaft beklagt mangelnde Vorbereitung der SchülerInnen auf die Arbeitswelt, die Eltern Leistungs- und Notendruck, die SchülerInnen veraltete Inhalte, die Lehrerschaft immer mehr Verhaltensauffälligkeiten und soziale Probleme der Kinder. Nachdem Lehrpersonen das Geschehen im Klassenzimmer tagtäglich ma geblich gestalten, lohnt sich ein Blick auf ihr Verhalten, ihre Muster, ihre Interaktionen mit SchülerInnen. Anhand der Analyse von literarischen Lehrerfiguren sollen Ansätze aufgezeigt werden, wie Salutogenese im System Schule erreicht werden kann. Dazu ist es notwendig, die Rolle der PädagogInnen neu zu definieren. Schule soll sich so verändern, dass sie für SchülerInnen wie LehrerInnen ein wunderbarer Ort des gemeinsamen Wachsens und Lernens wird. Aus Fachexperten sollen gute Lehrer werden und aus guten Lehrern glückliche. Denn SchülerInnen brauchen glückliche LehrerInnen, und umgekehrt. Und unsere Gesellschaft braucht eine Schule, in der Kinder wie Erwachsene sich freuen können an der Begegnung, am sich Entwickeln, am Austausch, an der Anregung.